SMV organisiert Typisierungsaktion an der Staatlichen Berufsschule Bad Aibling
Die SMV (Schülermitverantwortung) kann stolz sein auf das Ergebnis der Typisierungsaktion 2026: die Stiftung Aktion Knochenmarkspende Bayern (AKB) kann für ihre Datenbank 107 Neuregistrierungen verzeichnen.
Die Typisierung erfolgt über eine Speichelprobe. Im Labor wird im Anschluss untersucht, ob jemand als Stammzellenspender in Frage kommt. Stammzellen werden im Knochenmark für die Blutbildung benötigt, die bei Menschen mit Leukämie gestört ist. Über gespendete Stammzellen kann die Blutbildung wieder angeregt und korrigiert werden. Unter Umständen kann damit Menschenleben gerettet werden, denn jedes Jahr erkranken weltweit ca. 500.000, in Deutschland zwischen 13.000 und 14.000 Menschen an Leukämie. Insgesamt gibt es in Deutschland 26 Spenderdateien, auf die aber auch untereinander und weltweit zugegriffen werden kann. Grundsätzlich können Schüler und Schülerinnen ab 17 Jahre sich in die Datenbank aufnehmen lassen.
„Regelmäßige Typisierungsaktionen sollen ein fester Bestandteil der Arbeit der SMV an der Staatlichen Berufsschule Bad Aibling werden“, so das Credo der SMV-Mitglieder. Wie wichtig diese Aktion ist, zeigt sich daran, dass durch die letzte Typisierungsaktion im Jahre 2023 ein junger Spender gefunden werden konnte.
An der Staatlichen Berufsschule Bad Aibling wird die Typisierung das zweite Mal in Zusammenarbeit mit der AKB (Stiftung Aktion Knochenmarkspende Bayern) durchgeführt. Dazu machten sich Verena Spitzer und Carsten Dittus von der AKB mit einem Transporter und kistenweise Material aus Gauting auf den Weg nach Bad Aibling. Zusammen mit 12 fleißigen Helfern der SMV wurde der Raum vorbereitet, bei der Registrierung an den PCs unterstützt und die Probenentnahme durchgeführt.
Bevor sich die Schüler klassenweise zur Probeentnahme begaben, hielt Fr. Spitzer einen 15minütigen Vortrag, in dem sie die Hintergründe von Leukämie, den Ablauf einer Spende und die schönen Momente nach einer gelungenen Spende erläutert. „Uns ist wichtig, dass die jungen Leute gut informiert werden, was eine Typisierung und was eine Stammzellenspende bedeutet. Sollte es zu einer Spende kommen, nehmen sich auch unsere Ärzte viel Zeit für Untersuchungen und die Aufklärungsarbeit vor Ort. Es soll sich auch keiner gezwungen fühlen, die Freiwilligkeit ist ein zentraler Punkt“, so Spitzer, die bereits seit 25 Jahren dem Team des AKB angehört. Deshalb nahmen sich die Mitarbeiter des AKB auch im Raum der Probenentnahme selbstverständlich Zeit für Fragen und Gespräche.
Insgesamt konnte der Vormittag mit 107 Neuregistrierungen als sehr erfolgreich bezeichnet werden: „Neuregistrierungen im dreistelligen Bereich sind super. Wir brauchen v.a. junge Spender, da neuere Forschungen ergeben haben, dass das Merkmal „Jugend“ sogar wichtiger sein kann als der DNA-Abgleich“, so das Resümee von Frau Spitzer am Ende des Tages. Mit einem Durchschnittsalter von 18,7 Jahre ist die Zielgruppe der Berufsschüler und Berufsschülerinnen somit besonders attraktiv.
Auch der Schulleiter Jürgen Ersing freut sich über die gelungene Aktion und das großartige Ergebnis:
„Ich bin unglaublich stolz auf das Engagement unserer Schülerinnen und Schüler sowie der gesamten SMV – sie zeigen eindrucksvoll, dass soziale Verantwortung an unserer Schule gelebte Realität ist. Mein herzlicher Dank gilt ebenso unserer Schulsozialpädagogin, Frau Daniela Rettenberger, für die engagierte Organisation im Rahmen von „Schule öffnet sich“ sowie dem gesamten Team der Stiftung Aktion Knochenmarkspende Bayern (AKB) für die professionelle Begleitung und den persönlichen Einsatz. 107 Neuregistrierungen sprechen für sich – und vielleicht retten wir damit eines Tages ein Leben.“
Für Fragens steht das Team der Stiftung Aktion Knochenmarkspende Bayern AKB gerne zur Verfügung.
Daniela Rettenberger
Sozialpädagogin; Berufsschule Bad Aibling




